**Das Bedienfeld der Livestream-Overlays lässt sich per Tastatur und Stream Deck bedienen**: Jeder Knopf trägt jetzt ein Tastenkürzel, sichtbar als kleines Zeichen auf dem Knopf selbst, und es genügt ein einzelner Tastendruck ohne Zusatztaste — damit lässt sich die Bedienung auf ein Stream Deck oder ein ähnliches Pult legen. Belegt sind die Bauchbinden (`1` letztes Tor, `2` letzte Strafe, `3` Paarung, `4` Freitext, `5` Interview, `0` ausblenden), die Anzeigetafel (`S`), die Spielzeit (`U`, Leertaste, `−`/`+`, `R`) und die Übersteuerung (`X`, `Q`/`W`, `O`/`P`). Die Tasten wirken, sobald das Fenster den Fokus hat, in OBS also nach einem Klick ins Dock; solange in einem Textfeld getippt oder in einer Auswahlliste geblättert wird, sind sie aus. Nicht zu verwechseln mit den OBS-Hotkeys für den Szenenwechsel, die davon unabhängig bleiben. Ausgelöst wird derselbe Knopf, den auch die Maus drückt, seine Prüfungen gelten also unverändert: Ohne eingetragenes Tor blendet `1` nichts ein, sondern nennt den Grund.
**Das Bedienfeld zeigt, welche Einblendung gerade in der Bühne steht**: Bisher gab ein Druck auf „Freitext einblenden“ oder „Bauchbinde ausblenden“ keine Rückmeldung, ob dieser Bereich überhaupt etwas im Bild hat. Jetzt ist der auslösende Knopf rot markiert, oben rechts im Block steht die laufende Einblendung im Klartext (beim Freitext der tatsächlich gesendete Text, nicht der im Eingabefeld), und „Ausblenden“ ist gesperrt, solange nichts läuft. Bewusst „Bühne“ und nicht „auf Sendung“: Ob die Bühne im Programm liegt oder ein Vollbild darüber, entscheidet OBS, davon weiß der Saisonmanager nichts.
**Namenseinblendung für Interviews, mit Toren und Vorlagen aus diesem Spiel**: Steht nach dem Spiel jemand vor der Kamera, war bisher der Freitext der einzige Weg, also Name abtippen und Torbeteiligung selbst nachsehen. Neu wählt man Mannschaft und Person aus der erfassten Aufstellung, und die Einblendung setzt sich selbst zusammen: Verein und Rückennummer als Vorzeile, der Name groß, darunter Tore und Vorlagen aus dieser Partie. Wer zum wertvollsten Spieler des Spiels gewählt wurde, wird als solcher ausgewiesen; ohne diese Auszeichnung erscheint bei der punktbesten Person der Mannschaft „Topscorer der Mannschaft“. In einer Damenliga heißen Torhüterin und Kapitänin entsprechend. Trägt das Sekretariat nach dem Einblenden noch eine Vorlage nach, zieht die laufende Einblendung von selbst mit. Ausgewählt statt eingetippt wird die Nummer, weil eine Nummer, die in der Aufstellung nicht vorkommt, eine Einblendung ohne Namen ergäbe — und das fiele erst auf Sendung auf.
**Die Anzeigetafel ist frei platzierbar und schmaler**: Die Platzierung lässt sich im Bedienfeld auf unten links (wie bisher), unten mittig oder oben links stellen; die Wahl gilt für alle Browser-Quellen einer Übertragung und übersteht das Neuladen einer Quelle, kann also auf Sendung ausprobiert werden. Steht die Tafel oben, rutschen die Bauchbinden nach unten, damit sich nichts überdeckt. Unabhängig davon ist die Tafel schmaler geworden: ohne eingeblendete Spielzeit von 943 auf 751 Pixel, mit Spielzeit von 1073 auf 881. Der Grund war nicht die fehlende Uhrenspalte, sondern eine zu große Mindestbreite je Mannschaftsblock, in der zwei kurze Kürzel je über hundert Pixel leer stehen ließen.
**Die Farben der Einblendungen lassen sich an die eigene Produktion anpassen**: Zwei Farbfelder im Bedienfeld setzen Akzent und Verlauf, ein Knopf stellt auf die Farbwelt des Wettbewerbs zurück. Gedacht ist das für Vereine mit eigenem Erscheinungsbild, deren übrige Szenen in den Vereinsfarben liegen. Die Wahl gilt nur für diese Übertragung und läuft mit dem Zugang ab; wird nur eines der beiden Felder gesetzt, behält das andere die Farbe des Wettbewerbs. Dazu ein Kontrasthinweis: Der Akzent trägt die kleinen Versalien, und was auf dem Bildschirm gerade noch zu lesen ist, verschwindet nach der Videokompression eines Streams zuerst — ein dunkles Marineblau etwa kommt auf 1,1:1. Der Hinweis ist eine Auskunft und keine Sperre, denn die Farbe eines Vereins ist gesetzt.
**Die Aufstellungsszene zeigt die Startformation und kennzeichnet Torhüter und Kapitän**: Der Kader stand in zwei Spalten „Tor“ und „Feld“, was die Torhüter zwangsläufig allein in die linke Spalte stellte. Jetzt steht ein nach Rückennummer sortierter Kader gleichmäßig auf beiden Spalten, Torhüter tragen die Kennzeichnung „Tor“ und die Kapitänin oder der Kapitän ein „C“. Darüber neu die Startformation mit ihren Positionen: Tor, zweimal Verteidigung, Center und zweimal Sturm. Unbesetzte Positionen fallen weg; ist keine gesetzt, bleibt der Block ganz aus, denn eine Zeile „Verteidigung“ ohne Namen sieht auf Sendung nach einem Fehler aus. Weitere Blöcke, also zweite und dritte Reihe, kennt der Spielbericht nicht.
**Neues Vollbild „Tore des Spiels“**: Alle Tore einer Partie in der Reihenfolge, in der sie gefallen sind, gruppiert nach Abschnitt, je Zeile mit Zeit, Stand nach dem Treffer, Mannschaft, Schütze und Vorlage. Die Gruppierung nach Abschnitt ist nötig, weil die Zeit je Abschnitt gezählt wird: Ohne die Überschriften stünden zwei Tore mit derselben Zeit untereinander. Verlängerung und Penaltyschießen tragen ihre eigenen Überschriften. Nicht zu verwechseln mit dem Vollbild „Torschützen“, das die Liste des ganzen Spielbetriebs zeigt. Solange kein Tor gefallen ist, sagt das Bild das, und vor dem Anpfiff ebenso — es ist damit nie schwarz.
**Die herunterladbare OBS-Szenensammlung enthält jetzt elf Szenen**: Mit „Tore des Spiels“ und „Formkurve“ sind es die Bühne und zehn Vollbilder statt bisher die Bühne und acht. Wer die Browser-Quellen von Hand anlegt, findet die zugehörigen Werte für `scene=` im Rollenhandbuch.
**Die Livestream-Overlays zeigen die Zwischenstände der parallelen Partien desselben Spieltags**: Die Spieltagsübersicht im Stream nannte laufende Spiele anderer Hallen bisher nur mit „läuft", ohne Stand. Das war Absicht: Das Spieltags-Token hebt die Zehn-Minuten-Verzögerung für die Spiele seines eigenen Spieltags auf, und für die übrige Liga sollte sie greifen. Diese Verzögerung richtet sich aber gegen API-Schlüssel ohne Echtzeit-Freigabe und nicht gegen das Publikum: Dieselben Zahlen stehen auf der öffentlichen Live-Seite, die der Frontend-Schlüssel mit Echtzeit-Freigabe bedient. Der Filter hielt die Stände damit gerade dort zurück, wo sie am meisten helfen, ohne sie irgendwo sonst zu verbergen. Sie kommen jetzt mit, samt der Kennzeichnung, ob eine Partie läuft, beendet oder noch nicht angepfiffen ist. Eng bleibt der Zugang durch den Endpunkt selbst und nicht durch einen Filter: Liga und Spieltagsnummer kommen ausschließlich aus dem Token, ausgeliefert werden also nur die Partien dieses Spieltags, und das Token läuft von selbst ab. Über eine Liga hinaus reicht es an keiner Stelle. Einen Parameter, mit dem sich eine andere Liga anfordern ließe, gibt es hier weiterhin nicht. Mit dem Filter entfällt zugleich eine Fußangel: Der Cache-Eintrag hängt an Liga und Spieltagsnummer und wird von allen Hallen desselben Spieltags geteilt, ein je Token unterschiedliches Ergebnis war darin nur außerhalb des Cache-Zugriffs korrekt zu bilden. Im Bild stehen die Stände laufender Partien in **Klammern**, wie international üblich, daneben der Spielabschnitt: Zwischen einem 1:0 im ersten und im dritten Drittel liegt für den Zuschauer alles. Beendete Partien stehen ohne Klammern mit dem Vermerk beendet, noch nicht angepfiffene mit ihrer Anstoßzeit, und fehlt die sogar, steht dort angesetzt statt einer Zeile, die nur die Mannschaftsnamen trägt.
**Die Livestream-Overlays können die Formkurve beider Mannschaften einblenden**: Neuer Abruf für die Overlays, der zu beiden Mannschaften des übertragenen Spiels die letzten fünf beendeten Partien **derselben Liga** liefert, neueste zuerst, jeweils mit Gegner, Heim- oder Auswärtsspiel, Ergebnis aus Sicht dieser Mannschaft, dem Zusatz nach Verlängerung oder Penaltyschießen und der Wertung Sieg, Unentschieden oder Niederlage. Die übertragene Partie selbst bleibt außen vor, auch nach dem Schlusspfiff: Gemeint sind die Spiele davor. Ein eigener Abruf und nicht Teil der Spieldaten, denn die gehen bei jedem Tor neu hinaus, während sich diese Liste höchstens beim Spielende ändert; vorgehalten wird sie 30 Sekunden wie die übrigen ligaweiten Antworten. Ohne bekanntes Ergebnis bleibt die Wertung leer statt auf 0:0 zurückzufallen, das wäre eine erfundene Niederlage: Ein beendetes Spiel ohne eingetragene Ereignisse gibt es im Bestand. Bei einer Wertung am grünen Tisch steht das dabei, denn ein 0:3 sieht sonst wie ein gespieltes Ergebnis aus; bei der beidseitigen Wertung, die beide Seiten negativ setzt, bleiben Wertung und Tore leer, weil zwei Niederlagen keine Formkurve ergeben und ein „-3:-3" im Bild eine Falschaussage wäre. Die Beschränkung auf eine Liga ist nicht nur fachlich gemeint, sondern hält auch die Zusage dieses Zugangs ein, nie über eine Liga hinauszureichen; ein Team behält seine Kennung, wenn es in einem Pokal mitgemeldet ist. Im Bild steht je Mannschaft eine Spalte mit Datum, Heim- oder Auswärtsspiel, Gegner, Ergebnis und der Wertung als S, U oder N; die Farben dieser Wertung folgen bewusst nicht der Farbwelt des Wettbewerbs, sonst stünde in einem Bild ein grünes N.
Behoben
**Das eingeblendete Ligazeichen war das des Pokals, auch in der 1. Bundesliga**: Gemeldet aus einer Partie der 1. Bundesliga, und die Ursache lag nicht in der Datenpflege: Die mit den Overlays ausgelieferte Bilddatei hieß nach der Bundesliga, zeigte aber die Spielerfigur mit Pokal. Da bisher keine einzige Liga ein eigenes Zeichen hinterlegt hat, lief damit ausnahmslos jede Übertragung; die Regel, die das Zeichen bei Pokalwettbewerben ausblenden sollte, griff zudem genau verkehrt herum. Mitgeliefert sind jetzt die Zeichen der vier Bundesligen und des Pokals, und die Overlays wählen das passende selbst. Für Wettbewerbe, die sich keiner Ligaklasse zuordnen lassen — Regionalligen, eine DM-Endrunde —, bleibt die Fläche leer statt das Zeichen einer fremden Liga zu zeigen, denn ein Zeichen ist eine Tatsachenbehauptung. Ein für die Liga hochgeladenes Zeichen hat weiter Vorrang; gemeint ist dabei die Liga einer Saison, eine Kopie zur neuen Saison braucht also einen neuen Upload. Damit ist auch der Satz aus dem Eintrag „Eigenes Logo je Liga“ eingelöst, der das feste Einbauen des Bundesliga-Zeichens für beendet erklärte — tatsächlich blieb es bis jetzt drin.
Verbessert
**Das Rollenhandbuch beschreibt die Livestream-Overlays auf dem neuen Stand**: Das Kapitel „Für Streamer:innen“ führt die Tastenkürzel als eigene Tabelle samt der Einschränkung, dass sie den Fokus im Dock brauchen, beschreibt die neuen Bedienfeld-Blöcke Interview und Farben, die wählbare Platzierung der Anzeigetafel, die überarbeitete Aufstellungsszene und die zwei neuen Vollbilder. Die Tabelle der `scene=`-Werte für den Aufbau von Hand ist ergänzt, die Zustandstabelle der Szene „Weitere Spiele“ ebenso, und die Fehlertabelle nennt drei neue Fälle. Nachgetragen ist außerdem, dass das Ligazeichen an der Liga hängt und nicht am Spielbetrieb.